Mittwoch, 7. Januar 2015

"Du hast mich oft gefragt, was mich zerreißt. Ich wollte nicht das du es weißt."

Im Laufe deines Lebens wirst du Menschen verlieren.
Und ich habe verstanden, dass egal wie viel Zeit man mit ihnen verbracht hat, oder wie gern man sie hatte und es ihnen mitgeteilt hat, es fühlt sich niemals so an, als wäre es genug gewesen.
Ein Jahr ist es schon her, seit wir dich verloren haben.
Sie hatten recht, das erste was man vergisst ist die Stimme.
Mir kommen die Tränen bei dem Gedanken das ich nicht mal mehr annähernd weiß, wie deine Stimme klang.
Natürlich fehlt etwas, aber irgendwann wird es Zeiten geben, an denen ist es einfacher.
Beerdigungen sind nicht für die Toten gedacht, nein, sie sind für die Lebenden - für uns, damit wir uns mit dem Verlust abfinden.
Es ist schon wieder ein Jahr her, es stimmt, die Schmerzen werden klein und groß mit den Jahreszeiten.
An manchen Tagen kommt es mir vor, als wäre eine Ewigkeit vergangen, an anderen, als wäre es gestern gewesen.
Ich würde heute lieber, den ganzen Tag im Bett verbringen.
Möchte die Decke über den Kopf ziehen und diesen Tag vergessen...
Man muss damit Leben, denn nichts tut für immer weh.
Eines Tages wachst du auf uns es wird dein letzter Tag sein...
Wie hoch ist schon die Chance das alles gut wird, wie in diesen Kitschromanen die uns das Leben schön reden?
Wobei wir doch alle wissen, dass es letzten Endes so vieles gibt was uns zerstört?


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